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Hilde Domin (1909-2006)



Magere Kost

Ich lege mich hin,
ich esse nicht und ich schlafe nicht,
ich gebe meinen Blumen
kein Wasser.
Es lohnt nicht den Finger zu heben.
Ich erwarte nichts.

Deine Stimme, die mich umarmt hat,
es ist viele Tage her,
ich habe jeden Tag
ein kleines Stück von ihr gegessen,
ich habe viele Tage
von ihr gelebt.
Bescheiden wie die Tiere der Armen
die am Wegrand
die schütteren Halme zupfen
und denen nichts gestreut wird.

So wenig, so viel
wie die Stimme,
die mich in den Arm nimmt,
mußt du mir lassen.
Ich atme nicht
ohne die Stimme.

5.7.07 11:15


erinnerung

hast du den Wind rauschen hören?

hast du gehört, wie er sich gegen die Fenster drückt, wie er das Dachgebälk knarren lässt und heulend ums Haus fährt?

Du kannst ihn riechen, er bringt kalte Luft aus dem Norden, er riecht nach Eis und Schnee.

Ich lege mich zurück in Deine Arme und in die Wärme Deiner Decke, fühle Deine Hände in meinem Haar.

15.2.07 11:37





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